Einen Zittersieg hat der FC Ederbergland in der Fußball-Verbandsliga Mitte gefeiert. Der FCE setzte sich gegen den FV Biebrich trotz einer über weite Strecken schwachen Leistung mit 1:0 (1:0) durch. „Wenn du vorne dabei bleiben willst, dann muss man auch mal solche Spiele gewinnen“, sagte Trainer Christian Behle. Da Steinbach II beim 1:1 gegen Pohlheim erneut Punkte liegen ließ, beträgt der Rückstand auf Rang eins nur noch einen Punkt. Die Vorbereitung auf dieses Spiel lief alles andere als nach Plan. Beim Training am Donnerstag verletzte sich Felix Nolte schwer – die Offensivkraft riss sich ohne Fremdeinwirkung das Kreuzband, ob Nolte in dieser Saison noch einmal spielen kann, ist unwahrscheinlich. „Er fehlt uns natürlich sehr“, sagte Behle. Der FCE musste umstellen. Für Nolte rückte Ingo Miß auf die Zehner-Position, für den gesperrten Ahmad Ibrahim lief Marius Guntermann auf. Gegen Biebrich begann der FCE ungewohnt fahrig. Die Gastgeber liefen oft hinter Ball und Gegner her, fanden nicht in die Zweikämpfe. Die Gäste dagegen den Gegner attackierten energisch und kamen über schnelle Konter  immer wieder gefährlich vor das Tor. „Sie haben das gemacht, wofür sie bekannt sind“, urteilte Behle, der hinzufügte: „Bei uns hat der Zugriff auf das Spiel einfach gefehlt.“ Schon in der Anfangsphase verpasste Biebrich aus dem Gewühl heraus die Führung, nach sieben Minuten scheiterte Necmi Gür. Erneut Gür per Fernschuss (22.) und Orkun Zer (24.) vergaben ebenfalls.

 

Felix Nolte fehlt FCE lange

Und der FCE? Offensiv gelang kaum etwas in Durchgang eins, die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte. Nur eine Chance hatten die Gastgeber, die aber saß: Einen Freistoß hämmerte  Janis Wolff aus 18 Metern ins lange Eck zur schmeichelhaften Führung (26.). Biebrich hätte durch Zer antworten können, doch er setzte eine Hereingabe am leeren Tor vorbei (40.). Auch im zweiten Durchgang änderte sich wenig, wenngleich der FCE in der Defensive ein wenig besser stand und mit großem kämpferischen Einsatz viele Bälle klärte. In der Offensive jedoch blieb es bei der  eher mauen Vorstellung, auch wenn Janis Wolff vier Minuten nach Wiederanpfiff eine gute Chance hatte. Doch viel mehr hatte Ederbergland an diesem Tag nicht zu bieten. Ein Schuss  von Kevin Vidakovics nach einem Eckball sollte die letzte gute Möglichkeit für den FCE in dieser Partie bleiben (62.). Auf der anderen Seite klärte Vidakovics bravourös für seinen bereits geschlagenen Torhüter Nils Schneider und vor Zer. Als der FCE-Torhüter nach 78 Minuten gegen Otman Jaatit klärte, waren die Chancen dieses Spiels bereits erzählt. Am Ende blieb es beim knappen Erfolg für den FCE, der nun am Mittwoch vor dem Hessenpokalspiel gegen den KSV Baunatal steht.

Quelle: HNA